Produkte am Markt
By: admin (admin) 2009.08.26

Zukunftstechnologie schon heute verfügbar

Die Nanotechnologie ist ein sehr junges Technikfeld, dem für die Zukunft ein enormes Anwendungspotential vorausgesagt wird. Die Chemische Nanotechnologie mit ihren Lösungen für innovative Werkstoffe und neuartige funktionale Beschichtungen hat bereits einen sehr hohen verfahrenstechnischen Entwicklungsgrad erlangt, der einen breiten industriellen Einsatz ermöglicht.

Schon seit mehreren Jahren sind zahreiche Produkte der Chemischen Nanotechnologie am Markt verfügbar, z. B.

  • Neuartige transparente Brandschutzgele für Fenster und Türen (Interver Speciality Glass)
  • Antihaft-Beschichtungen für Druckwalzen (Heidelberg Druckmaschinen)
  • Kratzfestbeschichtungen auf Kunststoff-Brillengläsern (Rupp & Hubrach)
  • Antibakterielle Beschichtung auf Im-Ohr-Hörgeräten (Audio Service) 
  • Oberflächenmodifizierte magnetische Nanopartikel für die Tumortherapie (MagForce Nanotechnologies) 
  • Flexible CD (Flexstrom) 
  • Antihaft-Beschichtung auf Backblechen (Kempf) 
  • Kratzfeste, optimal gleitende und kalkabweisende Beschichtung für Bügeleisensohlen (EPG/Rowenta) 
  • Verzunderungsschutz für das Formhärten von Stählen (Nano-X)
  • Anti-Graffiti-Beschichtungen (Nanogate) 
  • Photokatalytisch beschichtete Dachziegel mit Selbstreinigungseffekt (Erlus)
  • Desinfektionsmittel auf Basis von Silber-Nanopartikeln (Sarastro)
  • Autolack mit verbesserter Kratzfestigkeit (Daimler-Chrysler)

Ein Großteil dieser Produkte geht auf Entwicklungen des Leibniz-Instituts für Neue Materialien, seiner Ausgründungen und von anderen Mitgliedsunternehmen des cc-NanoChem e. V. zurück.

Produktdatenbanken 

Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die sich der Auflistung von nanotechnologischen Produkten verschrieben haben (nicht nur der chemischen Nanotechnologie). 

nanoproducts.de

Gut sortierte deutschsprachige Datenbank mit rund 450 Einträgen aus allen Bereichen von Dienstleistungen über Beschichtungen bis zu Literatur und Verfahrenstechnik.

Der Eintrag ist kostenlos, die Recherche ebenso. Man merkt der Seite an, dass die Verantwortlichen sich sowohl in Sachen Nanotechnologie als auch in Sachen HTML auskennen. Aktualität, Funktionalität und begleitende redaktionelle Beiträge zeichnen die Seite aus. 

nanowerk.org

Sicher die umfangreichste Datenbank zu Nanopartikeln im Netz. Die englischsprachige Seite listet gut gegliedert über 1.700 Produkte von rund 120 Herstellern auf. Obwohl die Seite von Honolulu auf Hawaii aus betrieben wird, finden sich auch etliche europäische und insbesondere deutsche Hersteller im Katalog, der oft sogar Preise ausweist.

Inhaltlich ist die Datenbank auf Nanopartikel, Fullerene und Nanotubes beschränkt.

Daneben gibt es noch eine umfangreiche Linkliste mit rund 2.500 Einträgen und eine ausführliche Einführung in das Thema Nanotechnologie in englischer Sprache.

nanodaten.de 

Der neueste Zugang unter den Datenbanken wurde von der Universität des Saarlandes ins Leben gerufen. Ursprünglich sollte die Seite werbefrei sein. Miittlerweile hat die Datenbank rund 500 Einträge - und auch Werbeflächen. Eintragung und Recherche sind dank einer europäischen Förderung kostenlos. Die eigenverantwortliche Eintragung durch die Nutzer führt vereinzelt zu wenig nützlichen Informationen und Einträgen in deutscher, englischer oder französischer Sprache; leider ist die Gestaltung der Seite wenig ansprechend.  

Project on Emerging Nanotechnologies

Mit rund 1.000 gelisteten Produkten ist die Datenbank des Woodrow Wilson International Center for Scholars eine lohnende Adresse für alle, die gezielt nach Konsumgütern suchen möchten. Die Daten sind nach Firmen, Kategorien und Ländern katalogisiert, was die Suche besonders komfortabel macht.


Nanobotschafter 

Seit Prof. Heckl die Position des Direktors am Deutschen Museum übernommen hat, rückt die Nanotechnologie deutlicher in den Fokus der Museumspädagogen. Mit der Berufung von Nanobotschaftern soll die Diskussion um Chancen und Risiken in der breiten Bevölkerung angeregt werden.

Zur Unterstützung der Bemühungen zeigt das Deutsche Museum eine Liste mit 20 Alltagsprodukten, die schon heute vom Endverbraucher konsumiert werden können. 

Wegen eines Website-Umzugs ist der Link seit Anfang 2008 nicht verfügbar. Mitte März sollte der Umzug abgeschlossen sein. Eine Übersicht bietet aber die Pressemitteilung des Deutschen Museums vom 29. November 2007.